August 15, 2008 von eiwo

Es war heiß. Der Schweiß tropfte ihm von der Stirn. Er war verunsichert, hatte Angst. So viel hatte er der Sache geopfert, wenn es nicht klappt, ist er am Ende. Niemand kann ihn dann mehr vor den Konsequenzen bewahren. Er saß dort alleine, niemand war für ihn mitgekommen, doch das war ihm auch ganz recht. Er wollte niemanden unnötig damit belasten. Also trug er die Last, die Unruhe und Unsicherheit ganz allein. Mit ihm saßen dort noch drei Andere und warteten. Finstere Gestalten. Ungewaschen sahen sie aus, als würden sie gleich auf den Boden rotzen und ihn dabei nur verständnislos anschauen.
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August 10, 2008 von eiwo

…alle schreiben jetzt doch über Olympia. Schreib doch mal was darüber. Irgendwie, dass alle sowieso dopen und eh alles scheiße ist. Und über die Menschenrechte, und dass man eigentlich Olympia doch boykottieren sollte und sich das auf keinen Fall anschauen soll.“
Aber irgendwie kommt man nicht drum herum sich Olympia an zu schauen, da es sowieso überall läuft und in den Nachrichten und überhaupt. „Eigentlich wollte ich ja lesen, aber nach einer Seite hab ich dann den Fernseher angestellt und Olympia geschaut, Turnen. Eigentlich wollt ich die Olympiade gar nicht gucken, und dann bin ich dabei eingeschlafen…“
Eigentlich wollte ich mir einen Vortrag von Amnesty anhören „Die Menschenrechtsolympiade“ nur hatte ich dann leider doch keine Zeit dafür. Man will immer eigentlich irgendetwas machen. Eigentlich finde ich China doof, weil die die Menschenrechte nicht einhalten. Eigentlich will ich deshalb die Olympiade nicht. Aber Sport verbindet und den Sport will ich schon, nur eben nicht in China.
Aber für die Menschen ist es ja vielleicht auch endlich mal eine Möglichkeit sich Gehör zu verschaffen, auch wenn es schwer ist. Schwer ist es China und Olympia nicht zu beachten, aber schwer ist es auch den Menschen dort zu helfen.
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August 5, 2008 von eiwo

Hey, ich dacht mir ich erfüll mal das Klischee. Gut, eigentlich hatte ich mich vergriffen. Aber anhand der Überschriften hätte man es ahnen können.
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August 4, 2008 von eiwo

Die Bahn, Germanistik. Man merkt, wieder zu hause angekommen. Immer diese vielen fremden Menschen, mit denen man sich notgedrungen auseinander setzen muss. Gerade noch friedlich über ‘Ovid’ eingeschlafen, die Augen geöffnet und verträumt aus dem Fenster geschaut, da reißt einen auch schon eine schimpfende Alte aus all seinen Fantasien. Ihr Mann steht grummelnt hinter ihr. „Das ist ja wohl unser Platz hier!“ „Entschuldigung aber hier ist nichts reserviert. Können sie das nicht freundlicher sagen? Ich lass mich doch von Ihnen hier nicht so anschreien!“ „Ach halten Sie doch die Schnauze!“
Ich hasse die Bahn und schimpfende alte Menschen. Die Mutter mit Kind geht empört, Oma und Opa setzen sich empört. Beide fühlen sich missverstanden, ich wurde Zeuge von öffentlicher Demütigung, aber das ist Gang und Gebe bei der Bahn.
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Juli 29, 2008 von eiwo
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Juli 26, 2008 von eiwo

(Drop Dead Gorgeous by Daniela Edburg)
Zum sterben schön. Daniela Edburg macht wunderbare Fotos. Wenn ich einmal sterbe, möchte ich dabei auch so schön aussehen und vor allem, wenn schon an einer Überdosis, dann doch bitte an einer Überdosis Keksen.
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Juli 24, 2008 von eiwo

(gesehen bei ffffound)
Also gestern kam ich mir zumindest sehr alt vor.
Es ist ja nicht so, dass man schon alt aussieht oder sich normalerweise alt fühlt. Es ist einfach das Verhältnis zu den Dingen, was sich ändert. „Wir gehören schon zu den Leuten, die sich nur noch in Kneipen treffen und immer Wein trinken.“
Und das stimmt, das tun wir und wir haben sogar eine Menge Spaß dabei. Aber wenn es einen dann doch mal wieder in die örtliche Stamm-Diskothek treibt, in der man so viele Nächte verbracht hat und man auf einmal keine Personen mehr im gleichen Alter antrifft, wundert man sich. Gut es sind ja nun auch Schulferien, wir haben das früher auch immer gemacht, hier ist ja sonst auf einem Mittwoch auch nichts los. Aber früher gehörte man dabei eben auch noch nicht zu den älteren Gästen.
„Wir werden spießig!“ Aber doch noch nicht mit Anfang Zwanzig, bitte. Es ist das Verhältnis, das uns alt aussehen lässt. Wenn wir in den Kneipen sitzen, denken sich die Stammgäste sicher auch „Sind wir schon so alt, oder trifft sich hier seit neustem der Kindergarten?“
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Juli 21, 2008 von eiwo

(Eiwo und Mulleapp)
Berlin. Sonne. Die Frisur hält.
Ja, tatsächlich, wir waren da. Und wie wir da waren. Es war herrlich-anstrengend. Trotz verrücktem Navi und mit Hilfe der guten, altbewährten Straßenkarte kamen wir sogar beinahe ohne Komplikationen, an unserem Zielort in Friedrichshain an. Und schon ging im wahrsten Sinne des Wortes die Reise los, denn gegangen sind wir wahrlich viel.
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Juli 16, 2008 von eiwo

(von Galerie Anne Vignial – Paris, flickr)
Martin Scorsese machte „No Direction Home – Bob Dylan” und der lief gestern Abend auf arte. Ein schöner Dokumentarfilm mal wieder. Das ist so was herrliches, was auch mal gut nebenbei laufen kann. Man muss nicht die ganze Handlung nachvollziehen um einen Überblick über sein Leben zu bekommen.
Sein Wandel und die Reaktion seiner Fans darauf ist aber schon faszinierend. Erst loben sie ihn in den Himmel und später kaufen sie alle seine Karten auf, um ihm bei einem Konzert entgegenzubrüllen, dass er scheiße ist und sich kommerziell verkauft hat. Doch die meisten feierten ihn dennoch wie einen Propheten.
Aber diese ganze Dokumentation bringt mich darauf, dass ich eigentlich gerne mal den neuen Bob Dylan Film sehen möchte „I’m Not There“ . Immerhin ist er preisgekrönt und Bobby wird von fünf verschiedenen Schauspielern verkörpert. Unter anderem von Cate Blanchett. Sehr interessant.
Ich mag den arte Sommer of the 70’s.
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Juli 16, 2008 von eiwo

(gesehen bei ffffound)
Ein gemeinschaftlicher Hass auf unseren Internetanbieter verbindet uns.
Aber nun zu den heiteren Themen. Gestern führte ich eine überaus interessante Diskussion über den Einfluss von Simpsons Folgen auf unser Gesprächsverhalten.
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